Fitness-Wissen

Keine Angst vorm Bodymass Index

Wann bin ich dich, wann bin ich dünn. Die Antwort will der Bodymass-Index geben. Doch warum der nur als ganz grober Anhaltspunkt dienen kann, lesen Sie im Folgenden:

Die Frage kommt beim Training im Fitness-Studio fast von selbst: Wann bin ich eigentlich dick oder dünn oder genau richtig? Im Prinzip eine ziemlich unsinnige Frage, liegt doch vieles im Auge des Betrachters und natürlich bei einem selbst. Doch Statistiker brauchen auf alles eine Antwort und standardisierte Daten für – nun ja – Statistiken eben. Zum Beispiel um festzustellen, wie „dick“ oder „dünn“ die Deutschen durchschnittlich sind. Deshalb hat ein gewisser Adolphe Quetelet schon 1832 den „Body-Mass-Index“ (BMI) entwickelt. Er gibt an, wie das Verhältnis von Körpergewicht (umgangssprachlich für Masse, engl. mass) zu Körpergröße ist.

Die recht einfache Formel lautet: BMI = Körpermasse in kg geteilt durch Körpergröße in m2.  Ein 70 kg schwere Mann kommt bei einer Körpergröße von 1,80 m somit auf einen BMI von 21,6 (70 kg:1,80 m2 = 21,6).

Ob dick oder dünn: Der BMI muss nicht immer passen. (Quelle: pixabay)

Ob dick oder dünn: Der BMI muss nicht immer passen. (Quelle: pixabay)

Wann bin ich dick?

Interessant ist nun, wie der einzelnen BMI bewertet wird, sprich ab wann man etwa als übergewichtig gilt. Das könnte schon zum Beispiel bei der Risikobewertung einer privaten Krankenversicherung, bei der diese Daten in der Regel aufgerufen werden, eine Rolle spielen. Die Gewichtsklassifikationen der Weltgesundheitsorganisation WHO lautet wie folgt:

Kategorie BMI  Körpergewicht
starkes Untergewicht ≤ 16,0 Untergewicht
mäßiges Untergewicht 16,0–17,0
leichtes Untergewicht 17,0–18,5
Normalgewicht 18,5–25,0 Normalgewicht
Präadipositas 25,0–30,0 Übergewicht
Adipositas Grad I 30,0–35,0 Adipositas
Adipositas Grad II 35,0–40,0
Adipositas Grad III ≥ 40,0

Hier wird jedoch nicht zwischen den Geschlechtern unterschieden, was durchaus sinnvoll wäre. Männer haben in der Regel einen höheren Muskelanteil als Frauen und sind deswegen auch ein wenig schwerer, da Muskeln mehr als Fett wiegen. Deswegen gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung leicht angepasste Werte an. Demnach liegt das Normalgewicht bei Männern bei einem BMI zwischen 20 und 25. Bei Frauen ist der BMI mit 19 bis 24 in diesem Bereich ein wenig niedriger.

Der BMI ist reine Statistik

Ganz wichtig ist aber: Der BMI ist ein statistisches Maß und lässt sich nicht immer auf jeden einzelnen von uns anwenden. So wird nicht berücksichtigt, wie trainiert ein Mensch ist, sprich wie das Verhältnis von Muskeln zum übrigen Körpergewicht ist. So wäre nach der Definition ein muskulöser, trainierter Mann mit einem Körpergewicht von 95 Kilo bei einer Größe von 1,85 mit einem BMI von 27,7 kurz vor krankhaftem Übergewicht. Totaler Unsinn. Auch das Alter spielt beim BMI keine Rolle.

Viel entscheidender ist der Körperfettanteil, wenn man denn schon jemanden beurteilen will, ob er dick, dünn oder normalgewichtig ist. Was aber – wie eingangs erwähnt – sowieso meistens Blödsinn ist.

KEYWORDS für die Google-Indizierung: Bodymass Index, BMI, Untergewicht, Übergewicht, Fitness-Studio, Training

Hier geht’s zum Beispiel-Artikel Muskelkater.